Orientierung gewinnen. Ressourcen stärken. Handlungsspielräume erweitern.
Der berufliche Alltag in sozialen, pädagogischen und beratenden Arbeitsfeldern ist anspruchsvoll. Komplexe Fälle, hohe Verantwortung, unterschiedliche Erwartungen, Veränderungen in Organisationen und begrenzte Ressourcen können Einzelpersonen und ganze Teams fordern.
Supervision schafft einen geschützten Raum, um innezuhalten, berufliche Situationen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und wieder Orientierung zu gewinnen. Gemeinsam sortieren wir, was beschäftigt, würdigen, was bereits geleistet wird, und entwickeln tragfähige nächste Schritte.
Seit über zwölf Jahren begleite ich als Supervisorin BSO Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Studierende in ihren beruflichen Lern-, Reflexions- und Entwicklungsprozessen. Supervision ist der Schwerpunkt meiner Tätigkeit.
Supervision mit fundierter Feldkompetenz
Als diplomierte Sozialarbeiterin FH kenne ich die Herausforderungen der Sozialen Arbeit nicht nur aus der Aussensicht, sondern aus eigener langjähriger Berufserfahrung. Ich verstehe die Spannungsfelder zwischen Auftrag und Beziehung, Nähe und Distanz, Verantwortung und Abgrenzung sowie zwischen den Bedürfnissen der Klientinnen und Klienten und den Rahmenbedingungen einer Institution.
Ich begleite zahlreiche Teams und Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit sowie aus verwandten sozialen, pädagogischen und beratenden Berufsfeldern.
Seit 2014 bin ich zudem als Ausbildungssupervisorin an der Höheren Fachschule BFF Bern und an der Berner Fachhochschule für Soziale Arbeit BFH tätig. Studierende unterstütze ich dabei, berufliche Erfahrungen zu reflektieren, ihre professionelle Identität zu entwickeln und Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.
Wobei kann Supervision unterstützen?
Supervision kann hilfreich sein, wenn du oder dein Team:
- komplexe Fälle reflektieren und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln möchtet
- in einer herausfordernden beruflichen Situation feststeckt
- Rollen, Zuständigkeiten und Aufträge klären möchtet
- die Zusammenarbeit und Kommunikation im Team stärken wollt
- mit Konflikten, Spannungen oder unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert seid
- Veränderungen, Umstrukturierungen oder Krisen bewältigen müsst
- hohe Belastungen, Stress oder Erschöpfung wahrnehmt
- Nähe und Distanz professionell gestalten möchtet
- die eigenen Grenzen erkennen und klarer vertreten wollt
- Ressourcen und Kompetenzen im Team wieder sichtbar machen möchtet
- eure Arbeitsqualität sichern und weiterentwickeln wollt
- als Studierende eure Praxiserfahrungen reflektieren und eure Berufsidentität festigen möchtet
Mein Ansatz: systemisch, lösungsorientiert und salutogenetisch
In meiner Arbeit verbinde ich eine systemisch-lösungsorientierte Haltung mit dem Ansatz der Salutogenese.
Systemisch-lösungsorientiert
Eine berufliche Situation entsteht nie losgelöst von ihrem Umfeld. Deshalb betrachten wir neben der einzelnen Person auch Beziehungen, Rollen, Aufträge, Wechselwirkungen und institutionelle Rahmenbedingungen.
Der Fokus liegt dabei nicht ausschliesslich auf Problemen und deren Ursachen. Wir richten den Blick ebenso auf Ressourcen, gelingende Ausnahmen, vorhandene Kompetenzen und mögliche Lösungen:
- Was funktioniert trotz aller Schwierigkeiten bereits?
- Welche Fähigkeiten und Erfahrungen sind vorhanden?
- Was braucht es, damit eine kleine Veränderung möglich wird?
- Welche Perspektive eröffnet einen neuen Handlungsspielraum?
- Was kann konkret beeinflusst werden?
So entstehen Lösungen, die zum jeweiligen Menschen, zum Team und zur Organisation passen.
Salutogenetisch
Der salutogenetische Ansatz fragt nicht nur danach, was belastet oder krank macht, sondern vor allem danach, was Menschen auch unter anspruchsvollen Bedingungen gesund, handlungsfähig und innerlich stabil hält.
Dabei stehen drei zentrale Aspekte im Mittelpunkt:
- Verstehbarkeit: Was geschieht gerade, und wie lässt sich die Situation einordnen?
- Handhabbarkeit: Welche Ressourcen, Kompetenzen und Unterstützungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
- Sinnhaftigkeit: Wofür lohnt es sich, sich einzusetzen, und was gibt der Arbeit Bedeutung?
Diese Perspektive hilft Einzelpersonen und Teams, Belastungen besser einzuordnen, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und einen tragfähigen Umgang mit beruflichen Herausforderungen zu entwickeln.
Mein Verständnis von Supervision
Supervision ist für mich weit mehr als das Besprechen schwieriger Fälle. Sie ist ein gemeinsamer Reflexions- und Entwicklungsraum.
Ich gestalte Supervisionen strukturiert, wertschätzend, lebendig und praxisnah. Je nach Anliegen arbeite ich mit systemischen Fragen, Perspektivenwechseln, Visualisierungen, Aufstellungen, Metaphern, kreativen Methoden und lösungsorientierten Reflexionsmodellen.
Dabei darf auch Platz sein für Unsicherheit, Belastung, unterschiedliche Sichtweisen und für das, was sich nicht sofort lösen lässt. Gleichzeitig behalten wir die vorhandenen Stärken, das bereits Gelungene und die nächsten beeinflussbaren Schritte im Blick.
Mein Ziel ist, dass du oder dein Team die Supervision mit mehr Klarheit, neuer Orientierung und konkreten Handlungsmöglichkeiten verlassen.
Formen der Supervision
Ich biete folgende Arbeitsformen an:
Teamsupervision
Für Teams, die ihre Zusammenarbeit reflektieren, Rollen klären, Belastungen gemeinsam bearbeiten oder ihre Kommunikation und Arbeitsqualität weiterentwickeln möchten.
Fallsupervision
Für die strukturierte Reflexion komplexer Fälle. Unterschiedliche Perspektiven werden zusammengeführt, Dynamiken sichtbar gemacht und neue Handlungsmöglichkeiten entwickelt.
Gruppensupervision
Für Fachpersonen aus gleichen oder unterschiedlichen Institutionen, die voneinander lernen, berufliche Fragestellungen bearbeiten und ihre Kompetenzen erweitern möchten.
Einzelsupervision
Für Fach- und Führungspersonen, die ihre berufliche Rolle, schwierige Situationen, Entscheidungen, Abgrenzungsfragen oder persönliche Entwicklungsthemen reflektieren möchten.
Ausbildungs- und Lehrsupervision
Für Studierende und Menschen in Ausbildung, die Praxiserfahrungen reflektieren, Theorie und Praxis verknüpfen und ihre professionelle Identität entwickeln möchten.
Für wen eignet sich mein Angebot?
Mein Supervisionsangebot richtet sich insbesondere an:
- Fachpersonen und Teams der Sozialen Arbeit
- Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
- Schulsozialarbeitende
- Mitarbeitende sozialer Institutionen und Beratungsstellen
- Fachpersonen aus Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
- Lehrpersonen und pädagogische Fachpersonen
- Betreuungspersonen und interdisziplinäre Teams
- Fach- und Führungspersonen
- Studierende der Sozialen Arbeit und verwandter Berufsfelder
Supervisionen können in meiner Praxis in Bern, direkt in deiner Institution oder nach Absprache online stattfinden.
Gemeinsam wieder Orientierung finden
Manchmal braucht es in einem anspruchsvollen beruflichen Alltag einen Ort, an dem die vielen Themen sortiert werden können. Einen geschützten Raum, um Abstand zu gewinnen, die eigene Position zu klären und wieder einen stimmigen Kurs zu finden.
Gerne begleite ich dich, dein Team oder deine Organisation dabei.
Nimm mit mir Kontakt auf, wenn du Fragen hast, ein unverbindliches Erstgespräch wünschst oder eine Supervision vereinbaren möchtest.
Leonie Kalbermatten
Supervisorin BSO · Sozialarbeiterin FH
Systemisch-lösungsorientierte Beraterin
Telefon: 031 530 04 86
E-Mail: leonie.k@bluewin.ch
